Der richtige Reifen

Spezialisten für die warme und kalte Jahreszeit

Moderne Reifen sind wahre Hightech-Produkte, die aus einem komplexen Zutatenmix bestehen und heute um ein vielfaches leistungsfähiger sind als noch vor 20 Jahren.

Sommerreifen widerstehen selbst hohen Asphalt-Temperaturen und sorgen für besten Grip auf trockener und nasser Fahrbahn. Dies lässt sich bereits an der Lauffläche erkennen. So zielen die großen Profilblöcke zum Beispiel auf den sogenannten Wischkanten-Effekt ab. Während der hintere Part jedes Blocks für Haftung sorgt, funktioniert der vordere Teil wie ein Scheibenwischer. Er verhindert, dass sich eine Wasserschicht zwischen Reifen und Asphalt bildet, und reduziert damit die Aquaplaning-Gefahr.

Winterreifen besitzen eine weichere Gummimischung, damit sie auch bei extremen Minusgraden noch elastisch bleiben – die härteren Sommerreifen kämen in dieser Situation viel früher ins Rutschen. Hinzu kommt eine etwas gröber gestaltete Lauffläche mit einem höheren Negativprofilanteil. Sprich: Die Spalten zwischen den einzelnen Profilblöcken fallen etwas größer aus. Damit dringt der Reifen durch die obere Schneeschicht, bis er im festeren Untergrund Halt findet, ohne dass sich der Matsch im Profil festsetzt. Gleichzeitig ziehen sich noch mehr feine Lamellen durch die einzelnen Profilblöcke als bei Sommerreifen. Sie verkanten leicht, wenn sie mit der Fahrbahn in Kontakt kommen. Auf diese Weise durchtrennen sie den Wasserfilm auf der Straße oder verhaken sich mit der Eisschicht.

Von glühendem Asphalt im Hochsommer bis zu sibirischer Kälte im Winter, von sehr trockenen Straßen bis hin zu verschneiten Steigungen und Gefällstrecken: Der Allwetterreifen versucht den Spagat, erreicht aber weder auf der einen noch auf der anderen Seite des Anforderungsspektrums wirklich das Optimum – und bleibt damit zwangsläufig ein Kompromiss auf Kosten der Sicherheit.